Caritas zum Welt-Alzheimertag

21. September: Betroffene und ihre Angehörigen brauchen mehr Unterstützung!

Landau: „Die meisten von Demenz betroffenen Menschen werden zu Hause betreut. Die Familien brauchen Unterstützungsangebote, um mit der zusätzlichen Belastung umgehen zu können!“

Die Menschen in Europa werden immer älter, das ist die gute Nachricht. Damit einher geht aber auch eine starke Zunahme von Demenz-Erkrankungen. Aktuell sind rund 130.000 Österreicherinnen und Österreicher demenziell beeinträchtigt. Bis 2050 soll sich die Anzahl der Demenz-Betroffenen verdoppeln.

„Daher benötigt Österreich eine bundesweit flächendeckende Unterstützungsstruktur, ausgerichtet auf Menschen mit Demenz und all diejenigen, die sie betreuen und pflegen“

betont Caritas Präsident Michael Landau, in Vorausschau auf den Welt-Alzheimertag 2018 am 21. September.

Hilfe für Betreuung zu Hause
Der Großteil der Menschen mit demenziellen Erkrankungen wird zu Hause betreut, oft sehr lange ohne professionelle Dienste.

„Für die Angehörigen ist das eine schwere Belastungssituation, die überfordern kann und mitunter zu sozialem Rückzug und Isolation führt“, warnt Landau.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas Österreich stehen jeden Tag in Kontakt mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Als Serviceleistung hat die Caritas Österreich für Betroffene und Angehörige jene Fragen gesammelt, die ihnen am häufigsten gestellt werden. Die Antworten und somit das Experten-Knowhow steht jetzt allen Österreicherinnen und Österreichern zur Verfügung.

https://www.caritas-pflege.at/
https://www.caritas-pflege.at/ratgeber/demenz/alltagstipps/

Die Tipps zum Umgang mit Demenz sollen eine erste Hilfestellung bieten und den Alltag erleichtern.

 

Kooperation das Gebot der Stunde

Die Caritas begrüßt die 2015 vorgelegte nationale Demenzstrategie, die vorsieht, alle Bemühungen zum Phänomen Demenz in koordinierter Weise durchzuführen und weiterzuentwickeln. „Es geht um Bewusstseinsbildung, Enttabuisierung und Kompetenzstärkung“, so Landau. Ein konkreter Maßnahmenplan für alle Bundesländer und ein gesichertes Budget für die Umsetzung sei notwendig. Die Demenzstrategie könne allerdings nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle an einem Strang ziehen. Gefordert seien neben dem Bund auch die Bundesländer, die Sozialversicherungen, die Ämter und Verwaltungen, die Polizei, die Wirtschaft und natürlich auch alle Menschen in den Gesundheits-, Pflege- und Sozialsystemen.

„Darüber hinaus geht es uns auch darum, die Gesellschaft als solches demenzfreundlicher zu gestalten”

erklärt Caritas Präsident Michael Landau. Mit Informationsveranstaltungen und niederschwelligen Betreuungsangeboten sollen einerseits Tabus oder Berührungsängste mit PatientInnen abgebaut und andererseits Angehörige unterstützt werden. In ganz Österreich sind rund um den Welt-Alzheimertag Aktionen geplant, um auf die Anliegen und Probleme von PatientInnen und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.

 

 

Details und Infos hierzu unter https://www.ots.at/

 

 

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