Die Brennnessel kann mehr

Mit der Brennnessel verbindet man meistens vor allem schmerzhafte Erinnerungen. Dabei sind die grünen Blätter sehr gesund – und sie schmecken im Tee, in Salaten oder im Pesto ausgezeichnet.

Verarbeitet man die Blätter selbst, überbrüht sie nach dem Pflücken kurz mit heißem Wasser. So brennen die Haare nicht mehr. Ein weiterer Trick ist, die Blätter in ein Tuch zu wickeln und es fest auszuwringen.

Brennnesseln sorgen für gesunde Fuß- und Fingernägel und kräftiges Haar. Denn die Blätter sind besonders reich an Kieselsäure. Außerdem enthält die Brennnessel Zink, das wichtig für den Hormonhaushalt und das Immunsystem ist, und reichlich Eisen, das die Blutbildung unterstützt, sowie die Vitamine A und C.

Wichtige Inhaltsstoffe sind außerdem Flavonoide. Sie gehören zu den Sekundären Pflanzenstoffen und schützen die Zellen im Körper vor schädlichen Radikalen, stärken das Immunsystem und wirken entzündungshemmend.

Eine köstliche Zubereitungsvariante ist Brennnesselspinat. Dazu blanchiert man 500 Gramm junge Nesseltriebe mit kochendem Wasser und legt sie anschließend sofort in Eiswasser. Die kalte Brennnesselmasse dann leicht auspressen und mit einem Messer fein hacken. Aus Butter und Mehl eine Einbrenne zubereiten und mit Milch oder Obers aufgießen. Anschließend die Brennnesseln hinzugeben und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Knoblauch abschmecken.