Unkonventionelle Methoden gegen Hangover

Feiertage – insbesondere Weihnachten und Silvester – laden dazu ein, ein paar Gläschen über den Durst zu trinken, sei es aufgrund der viel zitierten österreichischen Gemütlichkeit, oder, weil man das Familienfest im nüchternen Zustand nicht durchstehen würde. Der feucht-fröhliche Zustand weicht jedoch spätestens am „morning after“. Darum stellt sich die Frage: Gibt es eigentlich eine todsichere Methode, die ein übles Hangover nach einer durchzechten Nacht verschwinden lässt? Wie wäre es damit, gar nicht erst mit dem Trinken aufzuhören, um den unvermeidlichen Kater gar nicht erst aufkommen zu lassen oder zumindest so gut es geht hinauszuzögern? Nein? Keine brauchbare Lösung? Wir haben uns auf die Suche nach gesundheitsschonenden Alternativen gemacht.

Präventiv empfiehlt es sich, nicht auf nüchternem Magen zu trinken, sondern ordentlich zu essen und den Körper zwischendurch immer wieder mal mit Wasser zu neutralisieren. Wenn möglich sollte man vor dem Komaschlaf auch noch ein paar Gläser Wasser leeren. Wenn das nichts geholfen hat und sich am Morgen, Mittag oder Nachmittag danach ein teuflischer Kater bemerkbar macht, dann auf zu Schadensbegrenzung! Alkohol dehydriert und ist verantwortlich für die Kopfschmerzen, daher gilt als Regel Nummer Eins: Viel trinken. Also, Wasser in dem Fall. Eine warme Gemüsebrühe wirkt beruhigend auf den Magen. Kaffee wirkt kontraproduktiv, weil das Koffein dem Körper zusätzlich Wasser entzieht. Ein deftiges Katerfrühstück (Rollmops, Essiggurken, Eintöpfe mit Gemüse, Laugenbrezeln, Tomatensaft mit Salz, belegte Brote) empfiehlt sich, vorausgesetzt, man leidet noch unter Übelkeit. In dem Fall sollte auf Nahrungsaufnahme gänzlich verzichtet werden und nur gut bekömmliche Getränke wie zum Beispiel Kräutertee konsumiert werden. Danach gilt: Raus in die frische Luft! Bewegung aktiviert den Kreislauf, pumpt mehr Blut durch den Körper und beschleunigt den Regenerationsprozess. Ein probates Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist Pfefferminzöl – einfach ein paar Tropfen auf Stirn und Schläfen einmassieren.

Wem diese Methoden zu einfältig oder zu wenig effektiv sind, dem seien diese kreativeren Anti-Hangover-Tipps aus den verschiedensten Winkeln der Erde ans Herz gelegt:

In Puerto Rico reibt man sich ein Stück Zitrone unter die Achseln, um ein starkes Hangover zu vertreiben. In Rumänien hingegen muss man so richtig leiden: Ein Frühstück bestehend aus einer schleimigen Suppe mit gekochtem Kuhmagen und etwas Gemüse soll den schlimmsten Kater vergessen machen. Für alle Mittelalterfans ist roher Aal mit bitteren Mandel zu empfehlen. Wem das nicht ausgefallen genug ist: Im Wilden Westen war es üblich, einen Tee mit Kaninchenkot zu brauen, wenn man ein paar Whiskeys zu viel geleert hatte. Im alten Rom wurde ein Frühstück mit Schafslunge und Euleneiern bevorzugt. Im alten Assyrien war das Gegengift bei einem Kater ein Gebräu aus Bodenbrütern, Schnabeltieren und Myrrhe. Schmackhafter ging es da schon im antiken Griechenland sowie im alten Rom zu: Es wurden frittierte Kanarienvögel gegessen. Das probate Hangover-Heilmittel aus Korea nennt sich „Guk“ und besteht aus Ochsenblut und Schweinerücken. In der Mongolei wird ganz einfach Tomatensaft serviert. Allerdings in Kombination mit eingelegten Schafsaugen. In Sizilien setzt man auf getrocknete Bullenhoden.

Wohl bekommt’s!