Vielfalt pflanzen – Bienen schützen

Die Bienen summen schon, bevor es im Kalender Frühling wird. Wer etwas für den Schutz der Bienen tun will, kann beim Kauf von Saatgut und Pflanzen jene wählen, die Bienen Nahrung bieten.

Nahrungsinseln für Bienen lassen sich überall schaffen: im Blumenkisterl, als Kletterpflanze oder im Garten. Viele beliebte Zierpflanzen wie Pelargonien oder Petunien können von Bienen nicht genützt werden. “die umweltberatung” stellt im Poster “Bunte Bienenweiden” Pflanzen vor, die viel Nektar oder Pollen für Bienen enthalten und gibt zusätzliche Tipps zum Schutz der Bienen.

Die Bienen haben es schwer. Hummeln und andere Wildbienen leiden ebenso wie Honigbienen unter Nahrungsmangel, was zum beobachteten Bienensterben beiträgt. “Unsere Gärten und die Kulturlandschaft sind zunehmend aufgeräumt und blütenarm. Es fehlt an blühenden Wiesen, Bäumen, Hecken und Rainen. Gärten und Balkone werden häufig mit Zierpflanzen geschmückt, die keine Nahrung für Bienen enthalten. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie im Frühling bewusst Nahrungspflanzen für Bienen setzen”, appelliert Mag.a Bernadette Pokorny, Gartenexpertin von “die umweltberatung”.

“die umweltberatung” unterstützt HobbygärtnerInnen mit dem Poster “Bunte Bienenweiden” bei der Pflanzenauswahl. Dieses zeigt wichtige heimische Nahrungspflanzen für Bienen und ihre Blühzeiten. Die Blühzeiten beim Kauf zu beachten ist wichtig, denn Bienen brauchen vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein ein vielseitiges Nahrungsangebot, um dann den Winter gut zu überstehen. Das Poster enthält auch die wichtigsten Tipps fürs bienenfreundliche Gärtnern. “Regel Nummer eins ist der Verzicht auf giftige Insektizide und Herbizide!” sagt Bernadette Pokorny.

Blumen einfach wachsen lassen

Bienen brauchen Pflanzen mit einfachen, ungefüllten Blüten, die reichlich Nektar oder Pollen enthalten. Im Garten kann man mit Weiden und anderen heimischen Gehölzen, Obstbäumen, einer Blumenwiese oder Wildblumen ein reiches Nahrungsangebot schaffen. Viele Bienenweiden, wie Löwenzahn, Günsel, Kleearten, Natternkopf, Glockenblumen oder Königskerzen wachsen von selbst, wenn man sie lässt.

Nahrungsinseln auf kleinsten Flächen

Im städtischen Bereich werden Balkone und Innenhöfe zu Nahrungsinseln für Bienen. Hier eignen sich besonders blühende, duftende Kräuter wie Salbei, Borretsch und Lavendel, oder auch Thymian, Majoran oder Pfefferminze. Frühblüher mit ungefüllten Blüten wie Blaustern, Frühlingskrokus und Traubenhyazinthe sind für Blumenkübel ebenso geeignet. Auch Kornblumen, Malven, Katzenminze, Glockenblumen und ungefüllte Astern wachsen in Blumentrögen gut. Kletterpflanzen wie Efeu, ungefüllte Kletterrosen, Brombeere oder Platterbse eignen sich für kleine Flächen und zählen zu den Lieblingspflanzen von Bienen. Dachbegrünungen mit Mauerpfeffer, Fetthenne oder Hauswurz sind bei Bienen ebenfalls sehr beliebt!

Ein Zuhause für junge Bienen

Nützlingshäuser werden von einigen bei uns vorkommenden Wildbienenarten gerne genützt. Sie bieten eine gute Möglichkeit, das Brutgeschehen von Wildbienen aus der Nähe zu beobachten und erhöhen die Bestäubungsleistung an Obstbäumen und Kulturpflanzen der Umgebung. Im Infoblatt “Ein Haus für Nützlinge” bietet “die umweltberatung” eine Bauanleitung für Nützlingshäuser. Welche Bienen beim Nützlingshaus ein- und ausfliegen, zeigt “die umweltberatung” im Poster “Vielfalt der Bienen” mit 28 Fotos verschiedener Bienenarten.

Nähere Informationen findet ihr auf: www.umweltberatung.at/bienen

(Quelle:APA)