Nein, du bist nicht alleine.

Wenn du ab und an Nachts nicht schlafen kannst, voller Zweifel, dass Andere – egal wie sehr du es versuchst – trotzdem ein schöneres Leben als du haben. Und immer besser sein werden als du. Und erfolgreicher. Und schöner. Und beliebter!

“WARUM können die Anderen in den Urlaub fahren und glücklich von den Videos runter grinsen während ich Tag und Nacht arbeite und trotzdem nicht genug für all die blöden Rechnungen hab? “

Wer sich keine Sorgen um seine Existenzängste macht hat dann wiederum andere “Lettn” die ihn/sie belasten. Zum Beispiel dieses Phänomen, dass immer die *Schlxxpen* die besseren Kerle abbekommen… nicht wahr?

– Jetzt mal ehrlich. Diese Frage habe ich mir bestimmt nicht als Einzige 100 Mal gestellt. Und dann haben alle bei Facebook tolle Freunde die sie über alles lieben…Meine hingegen melden sich nur, wenn sie was brauchen – alle heiligen Zeiten. Woher die ganze Motivation für Sport und Abendunternehmungen, während ich es nach der Arbeit gerade einmal schaffe zuhause etwas Warmes zu kochen? Vor Frust dann einfach mal Nichts tun und mit ner Tüte Chips im Bett den Rest der Welt hassen..

Wenn ich mich hübsch fühle brauche ich nur mal durch Instagram zu scrollen und schon ist der Tag gelaufen. Bei den Anderen gibt es mehr Sonne, mehr Freizeit, mehr Geld und mehr Freude – wie soll ich es auf dieses Level schaffen?

STOP!!!!! Ich erwische mich ab und zu beim innerlichen Jammern.. was heißt innerlichen.. Nicht nur einmal habe ich meiner Mutter mit meinen erwachsenen 27 Jahren die Schenkel vollgeheult, dass ich nicht mehr weiter weiß.. und jetzt guckt vielleicht die ein oder andere verwundert.. waaas du? Du hast ja ein perfektes Leben, und soo hübsch bist du auch noch… und da sage ich dir nochmal:

Nein du bist nicht alleine!!!

Sogar meine Vorbilder zweifeln. Die, welche ich kenne, zweifeln. Die, welche ich nicht kenne – ich lege meine Hand ins Feuer – die zweifeln auch. Und Gott sei Dank tun sie es. Wenn du alles bereits als perfekt und selbstverständlich siehst, könnte es ein ganz böses Erwachen geben an dem man lange zu knabbern hätte. Endlich tauchen langsam auch Videos von Hollywoodstars auf, die uns das gleiche zu sagen versuchen.. jetzt keine Werbung oder so, aber der FIlm hat mich echt sehr inspiriert:

HUMAN – the Movie

Seit ich versuche an meiner Kommunikation zu arbeiten, merke ich, dass ich es wirklich nicht bin. Dieses allein-sein Ding. Wenn man mit Bekannten über seine Sorgen spricht gibt man viel Platz zum Angriff. Das kann dir natürlich auch manchmal zum Verhängnis werden, denn es gibt mehr als genug Leute die sich unglaublich freuen, wenn du -coole Sau- endlich mal ne Pechsträhne hast. Macht nichts. Du machst diesen Fehler zwei, vier, sechs Mal – irgendwann lernst du draus und öffnest dich nur mehr denen, die es verdienen. Lass diesen Fehler zu, es ist ein Lernprozess. Und trotzdem – seit ich mit Leuten darüber rede, merke ich, dass sie ALLE mit etwas zu kämpfen haben. Und all Jene, die sich jetzt einfach mal selbst belügen beim lesen und meinen keine zu haben, die haben noch viel mehr..jaa ja !!!

Also Schluss jetzt !!

Wir wollen alle nur eines. Liebe, Akzeptanz! That´s it! Wir schmücken uns mit Erfolgsmomenten, mit tollen Freunden, dicken Mukkis, hübschen Mädchen, perfektem Leben oder atemberaubenden Aussehen – damit wir die Anerkennung haben. Ja manchmal machen wir es für uns selbst, und doch wieder für die anderen. Ich schminke mich nur für mich selbst, aber trotzdem für die Anderen. Ich trainiere für mich selbst, aber doch für die Anderen – richtig? Wenn man aber verliebt ist, ist die Meinung anderer plötzlich so egal…Komisches Ding dieses Leben, nicht wahr? Das ist wirklich so. Jeder Tag in meiner Ausbildung zur psychologischen Beratung lehrt mich, dass wir am Ende alle – auch wenn so verschieden – doch gleich sind.

Nicht nur einmal habe ich beobachtet, wie eine ausweglose Situation plötzlich ganz leicht bewältigt wird, während man sich Hals über Kopf verliebt und die Probleme lächerlich erscheinen. Wie so oft kam es zu Zweifel was aus mir wird, wenn der Erfolg für eine Zeit lang auf sich warten ließ.. und doch, ein Jahr später – oder zwei, oder mehrere – blicke ich zurück und weiß genau, warum alles so gelaufen ist wie es war.

Das zu wissen beruhigt. Es beruhigt ebenfalls etwas zu lesen, wo man sich halbwegs verstanden fühlt. Gerade dann, wenn keiner da ist der zuhört oder man die richtigen Worte nicht findet. Frei von allen Werten die uns Social Media aufzwingt und alles um uns herum, was sonst belastet.

Schüttle den Frust ab. Atme tief ein und fühl dich zugehörig. JEDER von uns hat gute und schlechte Tage. Dieser schlechte Tag geht bald vorbei.. und nochmal:

Du bist nicht allein!!!

Eure Lusy Skaya

Ein Kommentar
  1. Der größte Feind ist dort, wo man ihn zuletzt sucht..
    Im Kopf. Ab dem Moment dieser Erkenntnis, habe ich aufgehört auf sozialen Netzwerken zu posen, (es sei denn der Beruf verlangt es) meinen Freundeskreis umgekrempelt und die Regeln “die mich kontrollieren” geändert. Anstatt einen Account mit 500 “Freunden” zu haben, permanent neue Frauen kennen zu lernen, permanent unterwegs zu sein, bin ich zu einem Schatten für diese Menschen geworden. Nur eine Hand voll ist übrig geblieben. Total unterschiedliche Menschen, aber eines haben Sie gemeinsam. Sie brauchen diese permanente Anerkennung und Image-Pflege nicht. Es sind ehrliche Menschen auf die man sich zu 99% verlassen kann – “REAL” triffts am besten. Ebenso hab ich begonnen mich auf mich selbst zu konzentrieren, auf meine Karriere, meine wahre Persönlichkeit, fern von andauernden Komplimenten, Likes, Bestätigugen etc. Ich habe ich beschlossen, diesem permanenten Trieb zwanghaft “die Eine” finden zu müssen, um schlussendlich zu erkennen, dass es meistens eigentlich eh nur auf Oberflächlichkeit und Sex beruhte, abzulegen. Es ist echt schwierig wenn man immer auf sein Äußeres reduziert wird in einer Gesellschaft und Zeit (in unserem Alter)bei der es um Autos,Geld,Erfolg,Aussehen geht, jemanden zu finden mit dem man Gedanklich auf einer Wellenlänge ist, vor allem bei tiefsinnigeren Themen. Tja, dann hat man halt eben 3 Jahre lang mit keiner mehr geschlafen. Wen juckt’s? Das Ego. Leider kann man das Ego in unserer Gesellschaft nicht komplett ablegen. Aber ich weigere mich, auch wenns nicht gerade schwer wäre, dieses Spielchen nochmal zu spielen. Bleibt nur zu hoffen, dass man dadurch nicht die restliche Zeit alleine bleibt. Leider, gibt es kaum Frauen, die einen glatzköpfigen, muskulösen Typen, von selbst ansprechen, denn man wird ja großteils aufs Aussehen reduziert und mir wurde immer bestätigt: “Ich hätte dich nie angesprochen, du siehst wie ein Arschloch aus”
    Hoffentlich erlangen wir irgendwann die Fähigkeit einen Röntgen Blick zu entwickeln 😉

    Ich kommentiere eigentl. so gut wie nichts, bin aber durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen. Hie wars mir die Zeit echt wert. Das war mal etwas anderes. So einen Artikel mit so viel Herz,von dir zu lesen, hat mich überrascht. Allerdings kenne ich dich ja auch nicht persönlich.

    Hat ein Gefühl von Gemeinschaft, Hoffnung und Zusammenhalt vermittelt. Weiter so! Deutlich besser als dieser alltägliche Propaganda-Brainwash-Zeitungs-Schrott um den Schaafen Gesprächsstoff zu liefern 🙂

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